Die additive Fertigung (Additive Manufacturing, AM) hat sich in der Prototypen- und Kleinserienfertigung etabliert (3D-Metalldruck im Pulverbett), stösst jedoch bei der Oberflächengüte und Masshaltigkeit von Passungen oft an ihre Grenzen. Das AM-LOCK-System von pL LEHMANN schliesst die Lücke zwischen dem 3D-Drucker und dem Bearbeitungszentrum.

Bisher war der Transfer eines gedruckten Teils in die Fräsmaschine ein zeitaufwendiger Prozess, bei dem das Werkstück oft mühsam ausgerichtet werden musste. AM-LOCK löst dies durch eine durchgängige Nullpunkt-Schnittstelle. Das Bauteil wird auf einer Segmentpalette gedruckt, die bereits über die AM-LOCK-Zentriergeometrie verfügt. Nach dem Druckvorgang kann die Palette samt Bauteil direkt in das pL LEHMANN-Spannfutter auf dem Bearbeitungszentrum eingewechselt werden. Da der Nullpunkt über alle Prozessschritte erhalten bleibt, können Funktionsflächen, Bohrungen und Gewinde mit hoher Präzision nachbearbeitet werden, ohne dass eine erneute Einmessung erforderlich ist. Dies reduziert die Durchlaufzeit bei komplexen Hybrid-Bauteilen um bis zu 50 %.